Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Die manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle physiotherapeutische Technik, die darauf abzielt, den Lymphfluss im Körper anzuregen und Schwellungen (Ödeme) zu reduzieren. Sie wird oft bei Patienten eingesetzt, die an Lymphödemen leiden, zum Beispiel nach Operationen, Verletzungen oder bei bestimmten chronischen Erkrankungen wie Lymphabflussstörungen.

Wie funktioniert die manuelle Lymphdrainage?

  1. Sanfte, rhythmische Bewegungen: Der Therapeut verwendet sanfte, kreisende, pumpende oder schiebende Handgriffe auf der Haut. Diese Bewegungen sollen die Flüssigkeit in den Lymphgefäßen aktivieren und sie in Richtung der Lymphknoten leiten.

  2. Stimulation der Lymphgefäße: Ziel ist es, die Lymphgefäße zur Kontraktion anzuregen und so die Lymphe (Gewebsflüssigkeit) besser abzutransportieren.

  3. Lymphknoten aktivieren: Die Therapie beginnt oft an den zentralen Stellen wie den Hals- oder Achsellymphknoten, um die Hauptabflusswege freizumachen, bevor die Behandlung an anderen Körperstellen fortgesetzt wird.

Wofür wird sie eingesetzt?

  • Primäre und sekundäre Lymphödeme (z. B. nach Brustkrebsoperationen oder Verletzungen)

  • Schwellungen nach Operationen (z. B. Knie- oder Hüftoperationen)

  • Chronische venöse Insuffizienz (bei schlecht funktionierenden Venen)

  • Lipödem (eine Fettverteilungsstörung)

  • Unterstützung bei Heilungsprozessen nach Verletzungen oder Hautinfektionen.

Vorteile:

  • Reduzierung von Schwellungen und Spannungsgefühlen

  • Förderung der Wundheilung

  • Verbesserung der Beweglichkeit und Schmerzreduktion

  • Entspannung und Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens

Die MLD ist angenehm und nicht schmerzhaft, da sie sich auf sanfte und gezielte Bewegungen konzentriert. Sie wird oft in Kombination mit Kompressionsbandagen oder -strümpfen eingesetzt, um den Lymphfluss langfristig zu verbessern.